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 Betreff des Beitrags: Loewe Opta 3953W Rheingold 53
BeitragVerfasst: Fr 10. Jan 2014, 13:32 
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Beiträge: 488
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Hallo,
vor ein paar Jahren hatte ich in Frankfurt/Main für 22,19 Euro den Rheingold 53 abgeholt und natürlich auch gleich mal geschaut was so Sache ist.
Erst mal war ich fasziniert über die verschiedenen Arten von Spinnen die es so gibt. Dann hat mich die Mega Staubschicht fasziniert, die wie eine Straße nach einem Vulkanausbruch aussah.
Staubsauger hat erst mal das ganze Grobe eingesaugt. Der Lautsprecher hat schon ein bisschen vor sich hin oxidiert, aber mit einer kleinen Bürste geht das wieder schön ab.

Der MW und KW Bereich ist einfach geil, 5 meter Wurfantenne und hatte einen so was von trennscharfen Empfang einfach Sahne, gut hat ja auch 8 Kreise in dem Bereich.
Ich war ein bisschen überrascht wie riesig das Teil ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Loewe Opta 3953W Rheingold 53
BeitragVerfasst: Sa 11. Jan 2014, 20:45 
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Beiträge: 88
Hallo

Optisch schön sind ja diese gelben China Kondensatoren ja nicht , aber schön klein und die Qualität

Scheint ja auch ausreichend zu sein . Lieber verwende ich die optisch und qualitativ besseren

Kondensatoren von Erofol . Die sind allerdings recht teuer und mittlerweilen schwer zu bekommen.

Das Gerät ist hervorragend habe ich auch schon mal restauriert .

Grüsse aus dem Norden
Radiodoktor


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 Betreff des Beitrags: Re: Loewe Opta 3953W Rheingold 53
BeitragVerfasst: So 12. Jan 2014, 03:50 
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Beiträge: 488
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Moin Radiodoktor,
das tarnen von Kondensatoren halte ich bei Geräten aus den 50er für etwas übertrieben. Das war und ist bei Restauratoren ein beliebtes Streitthema. Für mich ist ein sicherer Betrieb wichtiger als ein getarntes Gerät. Zumal man ja nur sehr selten rein schaut. Bei den Geräten deiner Sammlungs Kategorie bei denen nicht sehr viele Bauteile zu tauschen sind ganz klar, da muss getarnt werden. Den da schaut man öfter mal rein um den Besuchern die früh zeitliche Technik zeigen zu können.

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 Betreff des Beitrags: Re: Loewe Opta 3953W Rheingold 53
BeitragVerfasst: So 12. Jan 2014, 12:01 
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Auch mal hier, vielleicht eine Anregung:
Kondensatoren im alten Stil, aber korrekt bedruckt, mit Herstellungs/ Einbaujahr,
in den Farben und mit dem Logo des Restaurateurs:

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Graetz 48 GW, Foto aus Reparaturbuch. In meinem Gerät waren schwarze Teerkondensatoren von R. Jahre, Berlin,
Graetz hatte damals ein Werk in Berlin- Treptow, ich wohnte einige Jahre in der Nähe.

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Graetz 48 GW, mit nachempfundenen Kondensatoren.

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Alte Blockkondensatoren

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Blockis zerlegt

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Blockis neu befüllen

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Neu befüllte Blockis


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Siemens SB780 Schatulle, vorher

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Siemens SB780 Schatulle, nachher.

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NORA B18, neu verdrahtet, da war vorher eine andere Schaltung drin- verbastelt.

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Blockkondensator, neu befüllt, mit Restaurator- Etikett

Die grünen Kondensatoren entsprechen originalen Siemens- Kondensatoren, die in Siemens und NORA der 30er Jahre drin waren, dort waren sie gelb mit blauen Seitenstreifen und blauer Schrift.

Infos dazu hier

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Olaf (Edi)

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 Betreff des Beitrags: Re: Loewe Opta 3953W Rheingold 53
BeitragVerfasst: So 12. Jan 2014, 13:20 
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Beiträge: 488
Wohnort: 67304 Eisenberg/Pfalz
Hallo Edi,
welcher Kunde würde diesen Zeitaufwand bezahlen wollen? Bei der privaten Sammlung ist das völlig okay, wenn man den die Zeit dazu hat.

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 Betreff des Beitrags: Re: Loewe Opta 3953W Rheingold 53
BeitragVerfasst: So 12. Jan 2014, 14:13 
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Beiträge: 59
Wohnort: Mecklenburg- Vorpommern
Wieso Kunde, Gery ?
Ich habe Auftrags- Restaurationen durchgeführt, als ich selbständig war. Lange her.

Ich mache Restaurationen nur noch für mich. Solche Art Restauration sowieso.

Ich mache keine Auftrags- Restaurationen für private Radiobesitzer mehr- erstens würde jeder Kunde schlucken, wenn er den wirklichen Aufwand bezahlen müßte... und dann gibt es rechtliche Fragen, dazu hatte ich in einem anderem Forum geschrieben, habe es aber rausgenommen, ist jetzt hier.

Übrigens ist der Aufwand für eigene Kondensatoren gering.
Was Sie auf den Fotos sehen... eine Rolle aus gewöhnlichem Druckerpapier, darüber ein Etikett vom Tintenstrahler, auch nur einfaches Druckerpapier.
Hochglanz- Fotopapier würde allerdings super aussehen.
Seitlich gewöhnlicher Heißkleber.

Kondi- Hersteller haben damals aber auch nur einfaches Papier genommen, welches inzwischen meist vergilbt und verdreckt ist.
Und ein Original- Etikett, mit den alten, also nicht mehr stimmenden Daten, verkeimten Papier, mit Teer- Resten, Küchendunst, Fliegenscheiße- Punkten, und anderen unappetitlichen Sachen, darunter ein neuer Kondi...
Es gibt sogar Freaks, die dieses Aussehen auf dem Drucker nachmachen...
iiiigittt...

Die Sache war für mich, eine Möglichkeit zu finden, dem Radio authentische, zeitgemäß aussehende Teile zu verpassen, mit korrekten Jahres- und technischen Angaben zu versehen, und evtl. eigenes einzubringen, Farbe, Logo.
Jeder Kondihersteller damals hatte seine Farben und Logo- warum nicht der Restaurateur ?
Die Arbeit eines Rundfunktechniker darf m. E. sichtbar sein- das ist auch Geschichte eines Gerätes.

Wie beschrieben- der Aufwand ist gering- mit geeigneten Röhrchen aus Kunststoff oder Pappe geht es noch schneller. Ich habe eine Schachtel mit Röhrchen und Etiketten in den benötigten Werten, wenn ich ein Radio restauriere, notiere ich, welche Werte ich benötige, und "produziere" den Kondensatoren- Satz vor.
Moderner Kondi in die Papierrolle rein- hält ewig. Manchmal passen die eckigen Wima- Klötzer rein, speziell bei den größeren Werten, ab 0,1 µF- elektrisch ist das Banane, und es ist nicht zu sehen. so hat man dann sogar axiale Kondis- ist doch gut, oder ?
Es gibt auch schwarzen Heißkleber, um den Teer zu imitieren.

Ist ein Vorschlag, ist klar.
Ich finde, man kann sowas anregen, vielleicht gibt es dann bald mal... z. B. rot- schwarze "Gery- Kondis" :D

Apropos- wer Kondi- Etiketten entworfen haben möchte- Wunsch schreiben, ich zaubere Etikett(en).

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 Betreff des Beitrags: Re: Loewe Opta 3953W Rheingold 53
BeitragVerfasst: So 12. Jan 2014, 14:22 
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Beiträge: 488
Wohnort: 67304 Eisenberg/Pfalz
Zum Glück haben sie noch Ihren Humor :-) Eigene Kondensatoren nun ja selbst WIMA Mannheim hat nach China ausgelagert. Es gibt also leider nur noch Chinaböller. Wir Deutschen sind selbst schuld wir wollen ja alles billig oder umsonst. Der Schuss dürfte bald nach hinten los gehen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Loewe Opta 3953W Rheingold 53
BeitragVerfasst: Mo 13. Jan 2014, 19:59 
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Registriert: Di 31. Dez 2013, 22:58
Beiträge: 59
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Zitat:
Wir Deutschen sind selbst schuld wir wollen ja alles billig oder umsonst.

Nein.
Bitte formulieren Sie das in Zukunft so: "Wir Deutschen, außer Edi, wollen ja alles billig oder umsonst."
Ich, Edi, will es nur angemessen.

:D :D

Es ist nicht eine angebliche Mentalität der Käufer, die ein gewisser Blödmarkt anpreist, es sind die Politiker, die ihre Gründe haben, Billigstmüll zuzulassen.

Woanders tut man gelegentlich was dagegen. Präsident R. Reagan rettete einst die Traditions- Motorradfirma Harley- Davidson, in dem er dafür sorgte, das die japanischen Konkurrenzmoppeds, die ja schon verdammt gut ausgerüstet, aber weit, weit billiger angeboten wurden, mit fetten Strafzöllen belegt wurden, so daß sich deren Dumping nicht mehr rechnete. Mit Erfolg.

Dasselbe könnte man auch gegen das Auslagern der Produktion in Billigstländer unternehmen.

Nun ja... rein technisch sind die Chinadinger wohl nicht schlecht, es wurde jedenfalls noch nirgends von miesen Chinaböllern berichtet.
Ich habe übrigens eine Anzahl genau gleich aussehender, quietschgelber Lutscher aus dern 80er Jahren, DDR- Produktion.

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 Betreff des Beitrags: Re: Loewe Opta 3953W Rheingold 53
BeitragVerfasst: Di 14. Jan 2014, 05:23 
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Registriert: Mo 26. Aug 2013, 16:26
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Hallo Edi,
diese DDR Kondensatoren konnte ich als Kiloware vor einiger Zeit bei Pollin ordern. Erkennbar an der TGL Nummer. Diese haben hervorragende ESR-Werte, und schlagen noch nicht mal bei doppelter Nennspannung durch. Die etwa gleiche Erfahrungen habe ich mit Chinaböller gemacht, die halten wenigstens das 1,5 fache der Nennspannung. Ich habe hier auch einige Messgeräte aus China in meiner Werkstatt, die auch nicht umsonst waren. Solche genauen kompakte Geräte werden anscheinend nur noch in China produziert. Schade die Entwicklung bleibt anscheinend in Deutschland stehen. Ich werde dazu später einen ausführlichen Bericht schreiben. Wir können da aber auch gerne einen neuen Thead (China vs. Deutschland) eröffnen. So bleibt die Sache etwas übersichtlicher.
Einen schönen Dienstag wünsche ich allen Lesern.

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 Betreff des Beitrags: Re: Loewe Opta 3953W Rheingold 53
BeitragVerfasst: Di 14. Jan 2014, 20:15 
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Können Sie machen, Gery, ich kann allerdings nichts, aber auch gar nichts dazu sagen... ich habe noch nie China- Zeug verbaut.
Kein Kondi, keine Röhre, und meine Meßtechnik spricht deutsch, russisch, polnisch, und ungarisch.

Und erst vorletzte Woche habe ich zum ersten Mal einige Kunstfolie- Kondis made in Bundesrepublik (WIMA- Klötzer) verbaut (Siehe einige Beiträge vorher, der Blockkondensator).
Kaum zu glauben, nicht wahr ?
Ich hatte aber 1990 viele Tüten mit KF- Kondensatoren erworben, erst jetzt brauche ich langsam einige Werte auf.

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