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BeitragVerfasst: Mo 8. Sep 2014, 19:37 
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Hallo,

da Umweltschutz und Technik sehr gut zusammen passen, habe ich dieses Forumbrett eröffnet. Hier darf aber wirklich alles rein was mit Umweltschutz zu tun hat.

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Gery
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BeitragVerfasst: Di 9. Sep 2014, 10:13 
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Beiträge: 9
Wohnort: Berlin
Das stimmt. Hier habe ich was gefunden, einen Artikel, den ich wirklich sehr schön fand. http://www.trendsderzukunft.de/ocean-cl ... 014/09/08/ Das ist wirklich ein großes internationales Problem, das uns alle angeht.

Steve

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BeitragVerfasst: Di 9. Sep 2014, 11:36 
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Beiträge: 505
Wohnort: 67304 Eisenberg/Pfalz
Hallo Steve,
das ist ja mal ein super Projekt! Das Problem ist ja das der Plastikmüll vom Land in die Flüsse gelangen um dann dort im Meer zu landen. Große Schiffe werfen ihren Müll einfach über Bord. Mechanisch und durch UV Zersetzung zerfällt das Plastik dann in kleinste Teilchen was eine Aufnahme von Plastik dann sehr schwierig macht. KLICK Wir müssen jetzt umdenken und uns nicht bei jedem kleinsten Einkauf eine Plastiktüte geben lassen. Das ist zwar nur ein kleiner Schritt der aber wenn jeder mit macht doch schon einiges bewirkt. So banal wie es klingt, selbst in einigen Zahncremes sind kleine Putzkörper aus Plastik die den Zahnbelag entfernen sollen. Nun das geht auch mit natürlichen Putzstoffen wie z.B. Marmormehl. Preislich macht das kein Unterschied. Ich habe unlängst einen Beitrag aus Indien gesehen wo Plastiksammler die verschmutzen Flüsse vom Plastikmüll befreien. Dieses Plastik wird dann in den Sammelstationen gereinigt und recycelt. Wir dürfen ja nicht vergessen das Plastik kein Müll sondern Wertstoffe sind. Ich kann mir sehr gut vorstellen das wenn das Erdöl verbraucht ist, große Plastiksammelschiffe auf dem Meer sind und den Wertstoff wieder einsammeln. Ob das die Tiere bis da hin überleben bleibt offen. Letzt endlich landen die Plastikspuren am Schluss ja doch wieder auf unseren Tellern, in Form von Fischgerichten ;-) Mahlzeit

Hier ein erschreckender Beitrag vom WWF KLICK

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BeitragVerfasst: Do 18. Sep 2014, 09:58 
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Registriert: Di 31. Dez 2013, 22:58
Beiträge: 59
Wohnort: Mecklenburg- Vorpommern
Wenn ich über solche Projekte lese... die Natur verschmutzt sich nicht allein, Abfälle gelangen nicht von Zauberhand ins Meer.

Leider wird doch durch die angeblichen Umweltschutzmaßnahmen erst recht die Umwelt verschmutzt.

Ich verwende seltenst Plastiktüten- ich hasse die Dinger. Etliche Sachen sind aber von Hause aus in massig Plastefolie verpackt. Ich hasse die Plastikhüllen um eingeschweißte Gegenstände- und heute wird jede kleine Schraube in Pappe und Plastik eingeschweißt.
Wenn man das Zeug aber ordnungsgemäß schon an der Quelle -im Supermarkt- entsorgt... klar, der Supermarkt läßt es ordentlich vom Mülldienst abholen.
Der sammelt es, trennt es noch einmal, preßt es, sucht einen preiswerten Entsorger, irgendwo auf diesem Planeten, und läßt es abholen. Alles ordnungsgemäß.
Der Containerlaster bringt es zum Hamburger Hafen. Auch ordnungsgemäß.
Dann kommt das Zeug auf ein Schiff. Auch ordnungsgemäß.
Müll- Bye, Bye.

Nur ist das Schiff einer Billigreederei irgendwann plötzlich etwas leichter. Passiert- Schwund gibt's überall.
Klar kommt das Schiff auch mal an, aber irgendwo in Asien interessiert es kein Schwein, ob da einige hundert Tonnen Müll fehlen. Ist ja bloß Müll. Wenn der Entsorger sein Geld hat, und ein netter Käpt`n sorgt dafür, daß weniger oder nichts ankommt... der hat sicher allen Grund zur Freude.

Sowas geht gut mit leichtem Plastik, aber auch mit flüssigem Abfall- "Dünnsäure- Verklappung" machte eine Zeit Schlagzeilen.

Das Problem liegt aber woanders. Nämlich... schon viel weiter vorn.
Leider ist es so, daß so viele Leute Müll trennen, viele Abfallstoffe schon im Supermarkt lassen, aber sich ob der bunten Auslagen mit mehrfach eingepackten Lebensmitteln und sonstigen Gegenständen, Millionen eingeschweißter Kleinteile, Folien um Flaschen, Lebensmitteln, sonstwas... und angebotener Packtaschen aus Folie erfreuen.

Mein Enkel hat zu Weihnachten ein paar Spielfiguren bekommen, die waren verpackt wie hochbrisantes, radioaktives Material. Durchsichtiger, hochfester Kunststoff, von Hand unzerstörbar. Dicke Pappe, superbunt bedruckt, selbstverständlich Hochglanz, eingelegt der Beipackzettel, der eigentlich schon ein Buch war, und zusätzliche Werbehefte. Das Auspacken dauerte ewig, wegen der Befestigung der Figuren mit Kabelbindern !

Unsere eigenen Trenn- Abfälle füllen jede Menge "gelber Säcke". Auch wenn wir mit Töchterchens Familie 2 Familien mit Kindern sind- bis zur Abholung füllen wir i. d. Regel 10 bis 20 Säcke !!!
Es ist Wahnsinn.
Und die ganze Scheiße haben wir ja eigentlich mitgekauft. Wozu ?

Ich kenne noch andere Zeiten, da gab es ganz früher Milch in Kannen, aus der man die eigene Kanne abfüllte, später in Glasflaschen mit einem Alufolie- Deckel, keine (Ja ! KEINE!) Bedruckung, die Molkerei und der Herstellungstag war auf dem kleinen Deckel eingeprägt. Die Flaschen waren natürlich Pfandflaschen.

Verpackungen für Haushalts- Maschinen und normale Gegenstände waren aus einfachem Karton, hielten im Schrank aber auch Jahrzehnte, wir haben noch einige. Die meisten Lebensmittel waren in Papierblättern, die aus Altpapier wiedergewonnen wurden, Schulhefte waren aus Altpapier, der Bäcker packte in Papier ein.
Auch Kleidung wurde in großes Packpapier von der Rolle eingepackt, natürlich ebenfalls aus Altpapier.

Selbst Weinflaschen wurden gelegentlich nicht mit wunderschönen, goldverzierten Etiketten, sondern Papieraufklebern, verkauft, die eindeutig aus Altpapier hergestellt worden war, sepiafarben, die Zettel sahen mit dem "Gilb- Design" selbst schon uralt aus. Da stand die Weinsorte, aber auch "Behelfsetikett" drauf.
Sogar sehr gute Weinsorten aus Importen gab es damit.
Der Wein schmeckte trotzdem.

Schrauben und Kleinteile... kein Mensch wäre auf die Idee gekommen, sowas extra einzupacken- da gab es Blechschubkästen für Schrauben, Holzschubfächer für empfindlicheres Zeug, aus denen man sich das, was man brauchte, herauszählte, und kleine Papiertütchen. Als ich noch Lehrling war (Mitte 70er), gab es im Lager meines Betriebes noch nichts anderes. So einige Papiertütchen mit Dioden und anderen Kleinteilen habe ich heute noch in meinen Schubfächern.
Ich kann mich nicht erinnern, daß damals Plastikabfälle entstanden waren- das gab es einfach nicht.

Überhaupt gab es nicht die gigantischen Mengen an Verpackungsabfällen.

Ich muß mal so fragen... wäre das so schlimm, wenn es wieder so wäre ???

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BeitragVerfasst: Do 18. Sep 2014, 12:49 
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Edi schrieb: Ich muß mal so fragen... wäre das so schlimm, wenn es wieder so wäre ???

Hallo Edi,
natürlich nicht. Ich hasse diese Blisterverpackungen bei denen man sich beim öffnen regelrecht verletzen kann. Unser Dorfmetzger verpackt seine Waren in Wachspapier. Gut das Hackfleisch ist aus hygienischen Gründen in einer Plastiktüte. Der Bäcker verpackt in eine Papiertüte. Getränke werden hier aus Pfand Glasflaschen getrunken. Die Milch wird allerdings mit diesen bescheuerten Tetrapack konsumiert. Hier sind wir allerdings auch am Umdenken. Ein Demterhof hier in der Nähe verkauft Milch aus eigener Erzeugung, die in Glas Flaschen abgefüllt werden.
Da muss ich mit meinem Elektrofahrrad sicherlich doch mal öfters zum Einkaufen vorbei fahren.

Hier ein sehr interessanter Link der zeigt das es möglich ist, völlig ohne Verpackung aus zu kommen: http://www.unverpackt-kiel.de/%C3%BCber-uns/medien/

Aus sicherer Quelle weis ich das unser Restmüll in einer moderne Müllverbrennungsanlage verbrannt wird. Die dort entstandene Energie wird als Fernwärme genutzt. Was ist jetzt besser, Müll der als Energieträger genutzt wird, oder Plastikmüll der mit einem Schiff um die halbe Erde schwimmt? Oder wenn aus Plastik-Müll wieder Erdöl gemacht wird.

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BeitragVerfasst: Do 18. Sep 2014, 17:28 
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Zitat:
Was ist jetzt besser, Müll der als Energieträger genutzt wird, oder Plastikmüll der mit einem Schiff um die halbe Erde schwimmt? Oder wenn aus Plastik-Müll wieder Erdöl gemacht wird.

Müll erst gar nicht erzeugen. Plastikmüll schon gar nicht.
Wie geschrieben- in einer Abholperiode (2 Wochen) gelbe Säcke nicht selten 20 Säcke, Inhalt nur Warenverpackungen- ist doch nicht normal.

Wenn wir nur Papierverpackungen und Pfand- Glasflaschen hätten (früher waren sogar Eierverpackungen zurückzugeben): 0 Säcke (Null).

Eigentlich müßte ein Umdenken stattfinden.
Aber so wie das zu meiner Kinder- und Jugendzeit war, werden es nicht viele wollen- das ist für die meisten Leute von heute... Steinzeit.
Abgesehen von den politischen Aspekten.

Die Einkaufstempel und Müllberge sind eine "Errungenschaft", die dem System- und dessen extrem schnellebiger Zeit- geschuldet ist.

Ich habe auch keine Idee, wie man das in die Köpfe der Leute reinbringen könnte. Es paßt ja auch nicht zum gesamten Wirtschaftssystem.

Ist wie mit der Werbung. Als Kind habe ich noch gerne Werbung im Fernsehen angeschaut. Wart natürlich oft übertrieben, klar. Aber... es gab sehr gute, sachliche Werbung, wie Henkel- Film "Waschphänomene", heute noch werden gelegentlich Teile verwendet.
Heute überbietet sich die Werbung oft an Plumpheit und Blödheit. Ein bekannter Elektronik- Markt, ein Webhoster (bei dem ich sogar bin)...
Aus Prinzip schon gehe ich niemals auf solche Scheiße ein- aber manche Leute halten mich deswegen für....

Na ja. Ich bin da eben aus der Steinzeit.

Wenn Sie Milch ECHT FRISCH bekommen können- nutzen Sie das. Es ist ein Unterschied.
Toll auch: Milch von Kühen, die gerade gekalbt haben, noch warm, nicht entrahmt, direkt "von Kuh zu Verbraucher".
Schmeckt ein bißchen süß. Lecker.
Vetrträgt vielleicht nicht jeder.

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BeitragVerfasst: Do 2. Okt 2014, 16:29 
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Zitat:
Die Einkaufstempel und Müllberge sind eine "Errungenschaft", die dem System- und dessen extrem schnellebiger Zeit- geschuldet ist.


Das kann ich vollkommenunterschireiben. ich habe mich neulich mit einem Kumpel zurückerinnert an das Jahr 2010! Damals kam das iPad auf. Inzwischen gibt es einige Generationen, vom iPhone gar nicht zu denken. Wenn man sich diese Geräte einmal anschaut, dann wird einem bewusst, wie krass schnelllebig alles geworden ist. Und die großen Konzerne forcieren doch, dass man möglichst schnell etwas Neues kauft. Siehe die ganzen Apps, die nur noch für das iPhone 5 oder 6 entwickelt werden...

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